So gelingt profitables Praxiswachstum

Ihre Praxis ist auf Wachstumskurs? Sehr gut. Jetzt gilt es aufzupassen, damit Ihre eigene Arbeitsbelastung, die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter und die Gewinn-entwicklung auch Schritt halten. Denn spätestens mit Eintritt des dritten Zahnarztes sind neue Organisations- und Führungsstrukturen gefragt: Wer einfach nur laufen lässt, erlebt zunehmende Ineffizienz, erzeugt Unzufriedenheiten und verbrennt Geld. Zwei wichtige Handlungsfelder auf dem Expansionsweg Ihrer Praxis sind


Dieser Blog-Artikel konzentriert sich auf das einheitliche Therapiekonzept:

einheitliche Therapiekonzepte werden in Zahnärzteworkshops erarbeitet | KlapdorKollegen

Eine Mehrbehandlerpraxis, also auch jedes MVZ, kann im Praxisalltag nur dann seine Stärken voll ausspielen, wenn das Zahnärzteteam abgestimmt und möglichst einheitlich agiert. Genau dieses einheitliche Agieren ergibt sich allerdings nicht von selbst (wie von der Chefebene gerne gehofft oder sogar erwartet wird), sondern ist das Ergebnis einer Organisationsentwicklungsmaßnahme:

Rund um den Eintritt des dritten Zahnarztes ins Behandlerteam ist das konkrete „To Do“ die Durchführung strukturierter Workshops, innerhalb derer die Regeln für die zahnärztlichen Ablaufprozesse vom Zahnärzteteam gemeinsam verbindlich festgelegt werden. Leitfragen sind beispielsweise:

  • Welche konkreten Leistungen erbringen wir in der 01 für den Neupatienten?
  • Was ist der nächste organisatorische Schritt in der Patientensteuerung? Wann erfolgt die Therapieplanung, wie kommunizieren wir und wie läuft das Terminmanagement?
  • In welchem Modus erfolgt die Röntgendiagnostik?
  • Welche Füllungsalternativen bieten wir an, zu welchen Preisen, wer berät den Patienten und wie erfolgt die terminliche Planung?
  • Wie sind Vor- und Nachbehandlungen in der PA konzipiert?
  • Zu welchem Zeitpunkt in der Therapiestrecke erfolgt die ZE-Planung?
  • Wer spricht wann mit dem Patienten über was?
  • Zu welchem Zahnarzt werden welche Neupatienten gesteuert?
  • Welche prothetischen Leistungen bietet unserer Praxis – und welche nicht?
  • Welche Patientenfälle überweisen wir uns innerhalb des Zahnärzteteams für Spezialbehandlungen? Wie erfolgt die Patientensteuerung und Kommunikation an den Schnittstellen zwischen den Behandlern?
  • Welche Unterstützung brauchen die Zahnärzte vom Praxismanagement, aus dem Rezeptions-, Assistenz- und Prophylaxeteam oder auch vom Praxisinhaber, damit die vereinbarten Therapiestandards und AblaufprozesseAblaufprozesse glatt laufen können?
  • Wie oft, wann und wo treffen wir uns, um am Thema dran zu bleiben?

Diese Fragen und viele mehr werden in Zahnärzte-Workshops diskutiert und die erarbeiteten Resultate detailliert dokumentiert. Das alles ist Schritt eins.

Schritt zwei ist der anschließende Transfer der erarbeiteten Ergebnisse in die Ablaufprozesse der Praxis. Auch diese Umsetzungsmaßnahmen brauchen präzise Planung und einen Verantwortlichen, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Zentrale Einzelmaßnahmen sind beispielsweise:

  • Information aller Teammitglieder, Bereitstehen für Rückfragen und weitergehende Abstimmungen
  • Transfer der festgelegten therapeutischen Leitlinien in die EDV-Konfigurationen incl. Anpassungen im Terminmanagement
  • Anlage von Checklisten für Rezeption, etc. (z.B. Regeln für die Terminierung)
  • Geeignete Dokumentation im QM-System der Praxis, um auf Dauer ein Wissensmanagement zu erhalten, das unabhängig von konkreten Teammitgliedern funktioniert
  • Stichprobenkontrollen, um sicher zu stellen, dass sich alle an die vereinbarten Abläufe halten, ggf. Aufnahme nachjustierender Gespräche
  • jeder neu einsteigende zahnärztliche Kollege erhält eine Einführung des Praxisinhabers zum Therapie- und Organisationskonzept und eine Printversion des Regelwerkes
  • Anpassungen und Erweiterungen werden nach Bedarf auf Initiative einzelner Zahnärzte in Team diskutiert, entschieden und fließen mit Unterstützung des Praxismanagements in das System ein (= stetige Weiterentwicklung).

Fazit:

Die Entwicklung und Verankerung einheitlicher Therapiestandards ist mit Aufwand verbunden, für den allerdings auch reiche Belohnung winkt:

  • Effizienz und Produktivität steigen, Praxisgewinne ziehen erheblich an
  • Konfliktherden im Team wird durch klare Regelungen der Boden entzogen
  • Die Arbeitgeberattraktivität steigt, weil angestellte Zahnärzte durch das organisatorisches Korsett effektiver arbeiten können, kollegialen Austausch erfahren und sich aktiv in die Therapiekonzeption einbringen können
Vielen Dank für Ihr Interesse,
Maike Klapdor

KlapdorKollegen Dental-Konzepte GmbH & Co. KG

Haus Sentmaring 15
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